Die Teufelsburg in Überherrn

„Vermeldet Graf Siersburg des Felsbergers Kunde,
Ich sein Bruder ruf den Teufel zum Bunde.
Webt eurem Herrn schon das Leichentuch!“

Burg Felsberg aber ward im Land die Teufelsburg genannt.
Ihre Türme, ihre Hallen sind schon längst zu Staub zerfallen.
Doch im Volke lebt heut noch fort die alte Mär vom Brudermord.
Und wenn bei Zeit, in sturmdurchwehten Tagen,
Die schlimme Untat sich aufs neue jährt,
Hörst in den Wolken Du ein wildes Klagen,
Weil der von Felsberg in die Hölle fährt.
(Oskar Reinhold Beyer)

Es gibt nur wenige Sagen im christlichen Kulturkreis, die einen wahrhaft machtvollen Teufel beschreiben (siehe auch Tagebuch vom 31. Juli 2015).
Ein Beispiel ist die Sage zu dem Ritterduell um die Gunst von Alice von Forbach. Das Duell endet mit Sieg und Hochzeit des mit dem Teufel paktierenden Ritters der Burg Neufelsberg (historischer Name der Teufelsburg).

TeufelsburgBurgruine Teufelsburg in Überherrn-Felsberg

Durch diese Sage kam die Burg Neufelsberg zu ihrem teuflischen Namen im Volksmund. Weitere Relikte aus der Geschichte der Höhenburg aus dem 14. Jahrhundert können in einem kleinen Museum, das in der ehemaligen Vorratskammer der Burg eingerichtet ist, besichtigt werden.

Die Burgruine ist auch noch nach Anbruch der Dunkelheit über die Felsberger Straße im saarländischen Felsberg (Gemeinde Überherrn in Deutschland) leicht zugänglich. Nach dem Treppenaufstieg im Burgturm bekommt man auf einer Aussichtsplattform einen weiten Ausblick auf die Stadt Saarlouis und das sie umgebende Saartal. Darüberhinaus kann die Ruine nur wenig faszinieren, auch auf Grund der vielen nächtlichen Besucher.

Erwähnenswert ist noch, dass 2016 erstmals auf der Teufelsburg die Veranstaltungen „Mittelaltertage auf der Teufelsburg“ und „Tanzritual Gothic Castle“ (Gothic-Party) stattfanden.

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