Soko Friedhof in der Alten Seilerei in Mannheim

Soko Friedhof aus Berlin haben seit 18 Jahren in der Gothic-Szene einen Status wie ihn auch Jerry Lee Lewis im Rock ‘n’ Roll in den USA hat: Sie sind die Schmuddelkinder, die auch schon einmal Auftrittsverbot bekommen, weil man die (christliche) Jugendarbeit vor Ort gefährdet sieht (so geschehen 2008 im Jugendzentrum in Nordhorn).

Entsprechend angespannt war auch die Stimmung im schwarzgekleideten Publikum in der „Alten Seilerei“ in Mannheim (Deutschland) am 7. November 2015 (Eintritt
28,50 EUR), das fast ausschließlich nur auf den unauffälligen Gothic Rock von Clan of Xymox als Hauptact wartete. Nach allen Seiten wurde von militanten Gutmenschen „Punker“ oder „Nazi“ gepöbelt.

Soko FriedhofAntichristliche Pose:
David A. Line von Soko Friedhof (2015)

Doch sind David A. Lines kleine Parodien auf die christliche Satansneurose tatsächlich derart jugendgefährdend?
Gut, er glaubt in seinem Electro-Sound mit Filmsamples nicht an den „Wundenmann“ Jesus Christus. Aber das tun Atheisten, Moslems und Juden in Deutschland auch nicht.
Eine blasphemische Bühnenshow gab es sowieso nicht. David A. Line und seine nicht gerade überzeugende Mitsängerin Lilith Munster tänzelten mit ihren Mikros allein auf der Bühne herum, mal mehr, mal weniger motiviert.

„Ich mag die Katholiken, weil sie sich selbst bestrafen und weil sie während ihrer Messen gerne schlafen…“
So jugendgefährdend wie ein christlicher Kinderficker (siehe z. B. die Dokumentation „Das Schweigen der Männer – Die katholische Kirche und der Kindesmissbrauch“) sind diese „Klingeltöne Satans“ (Soko Friedhof-Album von 2007) wirklich nicht.

Links:
Soko Friedhof
https://www.facebook.com/sokofriedhofofficial
Alte Seilerei
http://alteseilerei-mannheim.de

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