Gastloge der Communitas Saturni in Eberbach

Communitas Saturni

Seit etlichen Jahren gibt es von der saturngnostischen Loge Communitas Saturni eine jährliche „Gastloge“ auf einem abgelegenen Grillplatz in unmittelbarer Nähe des Waldes in Eberbach (im Umland von Heidelberg in Deutschland). Diese Veranstaltung am
24. September 2016 (Anmeldung mit Teilnahmegebühr 15,– EUR) mit gemeinsamen Grillen und Gastlogenritual dient dem unverbindlichen Kennenlernen der freimaurerisch geprägten magischen Loge in der Tradition der alten „Fraternitas Saturni“ von Gregor A. Gregorius. Auch Übernachtungsmöglichkeiten in einem Gemeinschaftshaus vor Ort (in der Teilnahmegebühr enthalten) sind vorhanden.

Saturngnostische Logen zählen wie die satanistischen Organisationen zum „Pfad zur linken Hand“, der die Vergöttlichung des individuellen Ichs einer demütigen Verehrung von Göttern wie in den großen Weltreligionen vorzieht.
Um einen kleinen Einblick in die magische Arbeit einer Saturnloge zu gewähren, schildere ich hier meinen Eindruck von dem Gastlogenritual, das nach dem Zusammentreffen am steinernen Grill gegen 21:00 Uhr im Gemeinschaftshaus begann.

GotosDer saturnische Logendämon Gotos
(Ein imaginärer Gruppengeist oder „Egregor“)

Ein kleiner Kreis von acht Personen hatte sich im Haus auf Holzbänken vor einer „Gotos“-Abbildung (ein okkulter Fetisch, der einen saturnischen Logendämon zur Sammlung ritueller Kräfte verkörpert) auf schwarzem Textilhintergrund zusammengefunden. Nach einer allgemeinen Vorstellungsrunde gab es eine kleine gemeinsame Chakrenarbeit, die die vitale Energie aus dem Wurzelchakra in das Herzchakra leiten sollte.

Das eigentliche Ritual des Abends bestand aus einem Vernichtungsbestandteil und einem Erschaffungsbestandteil. Zerstört werden sollten individuelle Probleme, die auf Papierschnipsel geschrieben, eingesammelt und verbrannt wurden. Diese Asche wurde mit der Erde von verschiedenen „Kraftplätzen“ (jeder Teilnehmer konnte seine mitgebrachte Erde mit Pflanzensamen beitragen) vermischt, um unter Anrufung der vier Elemente der Alchemie (Feuer, Wasser, Luft, Erde) „etwas Neues“ aus der Asche entstehen zu lassen. Im Anschluss wurde die Erde an die Teilnehmer neu verteilt.

Ich und eine satanistische Freundin, wir beschränkten uns in diesem Fall auf den Zerstörungspart des Rituals, was respektiert wurde. Generell war die Toleranz und der Respekt des Umgangs miteinander sehr hoch, obwohl zum Teil recht gegensätzliche Charaktere vertreten waren.
Ein „Runensingen“ unter freiem Himmel beschloss den angenehmen magischen Abend.

Links:
Großloge Communitas Saturni
http://www.communitas-saturni.de

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