„Pengabdi Setan“ im IMAX Clark in Angeles City

Oh Gott, wäre der Globetrotter aus Europa mit seinem ethnologischen Interesse doch nur in seinem philippinischen Luxushotel geblieben oder wie die junge Mutter in dem indonesischen Film sich äußert, als sie das erste Mal mit Berichten zu dem Satanskult von Filmregisseur Joko Anwar konfrontiert wird:
Schmeiß doch bitte diesen Schund in die Mülltonne…

Pengabdi Setan

Aber der Reihe nach, unsere junge Mutter wird schließlich auch noch beim Zombieüberfall vom Friedhof gebraucht.
„Pengabdi Setan“ (Diener des Satans) ist ein mehrfach ausgezeichneter islamischer Horrorfilm (bereits ein Remake) aus Indonesien, wobei die dortige Begeisterung wirklich nur mit fehlender Filmkultur zu erklären ist. In Angeles City auf den Philippinen lief der Film mit englischen Untertiteln unter dem Namen „Satan’s Slaves“ (Eintritt 190 PHP im Kino des Einkaufszentrums „SM City Clark“ am 10.12.17, ungefähr 3 EUR). Und mit diesem peinlichen Ersatztitel wurde auch nichts verunstaltet.

Satanisten zeugen hier im Verborgenen Kinder in verschiedenen Familien, die an ihrem
7. Geburtstag von den lebenden Toten geholt werden. Mit banalen Schockeffekten werden die betroffenen Kinder als vom Teufel Besessene in Szene gesetzt.
Der Teufel heißt hier „Iblis“ und der zu Hilfe eilende Pastor „Ustad“ (islamischer Religionslehrer), ansonsten besteht kein Unterschied zu unzähligen dümmlichen Horrorfilmen mit dem Thema „Satanskult“ aus christlichen Regionen der Welt.

ABC Hotel

Übrigens, Angeles City mit seinen vielen katholischen Prostituierten (offiziell auf den Philippinen natürlich Prostitutionsverbot) und Weihnachtsshows in den Rotlichtbars der Walking Street wirkt wie eine Provinzstadt des Vatikans und besitzt außer dem riesigen Einkaufszentrum SM City Clark und dem ABC Hotel mit seinem extravaganten Aqua Beach Club im Dachgeschoss keinerlei Sehenswürdigkeiten.

Links:
IMAX Clark von SM Lifestyle Entertainment
https://www.smcinema.com

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