„Die letzte Prophezeiung der Maya“ im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln

Das empfehlenswerte Rautenstrauch-Joest-Museum für Ethnologie in Köln (Deutschland) hatte am Sonntag, den 27.11., die Live-Reportage „Die letzte Prophezeiung der Maya“ im Programm. Im Rahmen eines Lateinamerika-Thementages präsentierte der renommierte österreichische Fotograf Martin Engelmann seine neue Mittelamerika-Reisereportage (Veranstalter Grenzgang, Karten 15,– bis 19,– EUR) durch die Länder Mexiko, Guatemala und Belize auf Großleinwand.

Beeindruckend waren Engelmanns Bilder vom Ausbruch des Vulkans Fuego im Hochland von Guatemala. Doch der Abenteurer ist mehr als nur ein Tourist mit einem fotografischen Talent. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren zeigt er die Zerstörung der Maya-Traditionen am Beispiel eines ehemals abgeschiedenen Dorfes im Regenwald von Mexiko.
Dabei bezieht er klar Stellung gegen christliche Missionare und selbsternannte Ökologen, die die Nachkommen der Maya („Lakandonen“) aufsuchen und zu einem Leben in der modernen Zivilisation umerziehen. Demgegenüber dokumentiert Engelmann vor Ort die rasant fortschreitende Abholzung des mittelamerikanischen Regenwaldes, für die sich anscheinend keine ökologische Initiative interessiert.

Maya-SchamaneMaya-Schamane mit Ritualschmuck

Das Ende der Welt wird kommen, wenn es keine Bäume mehr gibt
Und überall nur noch Menschen sind.
Die letzte Prophezeiung der Maya von dem Schamanen Chan K’in Viejo

Aber auch der Europäer Engelmann bekommt seine christliche Erziehung zu spüren, als ein Archäologe in Belize von den Kindsopferungen für den Regengott in den Maya-Höhlen von Actun Tunichil Muknal erzählt und ihm an dieser Stelle des Vortrags keine Übersetzung aus dem Englischen möglich ist. Bei seiner ersten Mittelamerika-Reportage „Das Vermächtnis der Maya“ war es ein Schamane mit „Magic Mushrooms“ (Psilocybin-Pilze), der ihn aus der Fassung brachte.

Tempel des Grossen JaguarTempel des Großen Jaguar bei Nacht
(Tikal, Guatemala)

Es wird auch von den Feierlichkeiten in Guatemala zum zyklischen Ende des Mayakalenders am 21. Dezember 2012 berichtet. Die Maya selbst sind an den Ruinen von Tikal unerwünscht. Bei ihrem Erscheinen kommt es zu einer spontanen Demonstration, denn sie weigern sich, „Eintritt“ für ihre historische Tempelanlage zu bezahlen.

Links:
Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt
http://www.museenkoeln.de/rjm
Martin Engelmann – Fotografie, Film, Vortrag
http://www.martin-engelmann.com

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