„Freqs of Nature“-Festival in Niedergörsdorf

Freqs of Nature

Seit 2012 findet in Niedergörsdorf (Umland von Berlin in Deutschland) mit „Freqs of Nature“ jährlich ein Goa-Festival statt, das ein Forum für elektronische Musik und Bildende Kunst gleichermaßen sein will. Tickets für das gesamte Festival von
5. bis 11. Juli 2017 wurden preislich nach Eingang der Bestellung gestaffelt. Tagestickets vor Ort kosteten 70,- Euro.

Gezeigt wurden Skulpturen vor allem aus Holz in der Natur und Malerei in Ausstellungshallen auf dem alten Flugplatz. Die fünf künstlerisch gestalteten „Floors“ mit DJ-Musik (zusätzlich Konzerte mit Karsten Pflum, Mynolia und Mark Ernestus‘ Ndagga Rhythm Force), Workshops sowie etliche Verkaufsstände für Bekleidung und Essen waren über verschlungene Wege miteinander verbunden.
Der „Bass Playground“ unter den Floors beispielsweise war ein aus Holz gebastelter Kletterspielplatz mit integriertem DJ-Bereich und Tanzfläche.

Bass PlaygroundDer Bass Playground von Freqs of Nature:
Kletterpark mit Bass Music vom DJ-Pult

Nach der Ankunft mit dem Auto bei der Festivalkasse ging die Fahrt weiter zum weiträumigen Campingplatz. Zwischen Feldern wurden Autos geparkt und zahlreiche Zelte aufgeschlagen.
Nach einigen Minuten Fußweg über den Campingplatz erreichte ich den Eingang des Festivaldorfes. Die Metallskulptur mit vier Skeletten auf einer drehbaren Scheibe, die hier die Besucher begrüßte, gehörte zu den auffälligsten Kunstwerken, die zu besichtigen waren.

Skelett-MetallplastikSkulptur auf dem Freqs of Nature-Festival:
Metallbildhauerei mit Skeletten

Weniger originell waren die zahllosen Flohmarktstände mit belanglosen T-Shirts, die nun folgten. Ein Verkauf mit Schwarzlichtbekleidung bildete hier schon die Ausnahme. Die Imbissbude mit „Frozen Yogurt“ und verschiedenen „Toppings“ zur Auswahl zog mich bei dieser Shopping-Vielfalt natürlich an. Das musste ich probieren!

Der Gesamteindruck dieses Open-Air-Fes­ti­vals war für mich, dass Goa/Psytrance mit seinen typischen Schwarzlichteffekten in geschlossenen Räumen eine größere Wirkung entfaltet. Beim Verlassen des Campingplatzes am Ortseingang von Niedergördorf hatte ich allerdings dann doch noch mein „psychedelisches“ Erlebnis. Hier wurde von der Polizei gezielt ein Drogen-Checkpoint eingerichtet und eine entsprechende Personenkontrolle mit mir durchgeführt:
„Haben sie Alkohol oder berauschende Mittel zu sich genommen?“, fragte der Polizist.
„Nehmen sie mal Ihre Brille ab und schauen Sie mir in die Augen!“
Der erste Technofreak mit Pillenblick sollte jetzt endlich überführt werden…
„Nein, ich habe dort nur einen Rundgang gemacht und einen Joghurt gegessen“, versicherte ich.
Der forsche Ton des Polizisten begann, nachdenklicher zu werden: „Joghurt ist ja nicht illegal…“

Links:
Freqs of Nature Festival
http://www.freqsofnature.de

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