Bundestagswahl 2017 in Deutschland

Ein satanistischer Weblog mit einem politischen Beitrag? Ist das legitim?
Natürlich ist Satanismus in seiner gesellschaftlichen Dimension politisch. Die Selbst-Verwirklichung des Menschen beinhaltet immer auch eine Bewusstwerdung über die umgebenden gesellschaftlichen Bedingungen mit entsprechender Meinungsbildung. Dabei gibt es so viele politische Meinungen im individualistisch orientierten Satanismus wie es Individuen gibt. Und das ist auch gut so.
Meine Ausführungen zur politischen Kultur in Deutschland sind deshalb auch keine Propaganda für eine bestimmte politische Richtung oder politische Partei.

Im allgegenwärtigen Wahlkampftheater vor der Wahl zum Deutschen Bundestag am
24. September 2017 kam auch aus der christlichen Szene ein „Ökumenischer Aufruf zur Bundestagswahl“. In diesen regelmäßigen „Hirtenbriefen“ der Bischöfe werden der christlichen Schafsherde von ihren geistlichen Führern mehr oder weniger konkrete Wahlempfehlungen gegeben. Eine Tradition, die es schon zu Zeiten der Weimarer Republik gegeben hat.

Antiklerikale KarikaturNein, das ist keine legale rassistische Karikatur gegen den Islam
Das ist eine hierzulande verbotene Karikatur gegen das Christentum
(Nur zur Dokumentation der Doppelmoral im Umgang mit dem Islam)

Wer wäscht in dem personalisierten Wahlkampf denn nun reiner, „Ariel“ oder „Persil“? Oder ist so eine ironische Frage „rechtspopulistisch“, weil dem Populismus der herrschenden Elite damit eventuell das Wasser abgegraben wird?
Wie kommt eine in der letzten Legislaturperiode beschlossene gesetzliche Diskriminierung von Prostituierten mit Sonderausweis und gesundheitlichen Zwangskontrollen („Prostituiertenschutzgesetz“) anders zustande als mit dem Populismus aus dem Sumpf christlicher Moralvorstellungen?
Oder die Pressezensur vom Bundesinnenministerium mit dem Verbot der linksautonomen Internetplattform Indymedia in Deutschland (linksunten.indymedia.org) zu bester Werbezeit wenige Wochen vor den Bundestagswahlen…
Alles kein Rechtspopulismus?
Grundsätzlich gefragt: Wie kann beispielsweise ein Taxifahrer im politischen System der Bundesrepublik Deutschland eine Karriere als Außenminister machen? Mit beruflicher Qualifikation oder mit Populismus?

Das maßgebliche Stichwort für den Bundestagswahlkampf 2017 habe ich schon genannt. Diesmal waren die Wochen vor der Wahl von einer Polarisierung in „Gutmenschen“ auf der einen Seite und „Nazis“ auf der anderen Seite geprägt. Ein echter Spielverderber, wer sich hier weigert, Position zu ergreifen und stattdessen die dualistische Denkfalle von Gut und Böse aus dem Christentum erkennt.

Doch die Würfel sind nun gefallen, der neue Bundestag wird mit 709 Abgeordneten umfangreicher und teurer für die Steuerzahler als je zuvor. Aber auch das wird als demokratischer Gewinn verkauft werden können…

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