Brighter than the sun the darkness shines

Heather Holliday

From childhood’s hour I have not been
As others were — I have not seen
As others saw — I could not bring
My passions from a common spring —
From the same source I have not taken
My sorrow — I could not awaken
My heart to joy at the same tone —
And all I lov’d — I lov’d alone
(aus „Alone“ von Edgar Allan Poe)

Yogi

Mit einem leidenschaftlichen Bekenntnis zum Individualismus von dem amerikanischen Schriftsteller Edgar Allan Poe (1809 – 1849) beginne ich dieses digitale Tagebuch. Der ungeliebte Sohn aus der Literaturgeschichte der USA hatte noch ein tiefergehenderes Freiheitsverständnis als die nachfolgenden Helden der Konsumgesellschaft, die ihren „Individualismus“ in der Entscheidung für „McDonald’s“ oder „Burger King“ verwirklichten.

Sexual Flamboyance

Nicht zu den Individualisten der Konsumgesellschaft zähle ich die Teilnehmer an der jährlichen „Folsom Street Fair“ in San Francisco.
Der Europäer, der hier ein Pendant zum „Christopher Street Day“ vermutet, liegt falsch: Dies hier ist eine „kinky parade“ und soll damit nicht nur Schwule und Lesben ansprechen. Wo der deutsche Begriff „pervers“ für „kinky“ nur negative Assoziationen ermöglicht, wird hier unter dem Motto „Show your kink“ ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass alle Menschen (nicht nur Homosexuelle) so etwas wie eine Identität innerhalb einer vielfältigen sexuellen Kultur besitzen.
Der Mensch ist ein Kulturwesen, auch in der Sexualität.

Pony-GirlPony-Girl auf der Folsom Street Fair (San Francisco 2010)

Fantasy-Feeder-PartyFKK Oasis

Ebenfalls nicht zu den Individualisten der Konsumgesellschaft zähle ich die Menschen, denen ich an einer anderen Ecke San Franciscos in der Nähe von Chinatown begegne.
Hier ist das Motto: „Come in and read a book“. Ein nicht-kommerzieller Buchladen aus der Flower-Power-Ära, der Leser statt Käufer sucht? Wird hier das gottesfürchtige Muttersöhnchen von nebenan mit den Sex- und Drogenexzessen sittenloser Schriftsteller von Lord Byron bis William S. Burroughs konfrontiert? Wahrhaft teuflisch…

Night Wish Bar

„Allein“, mit der inneren Distanz eines Schlafwandlers wandere ich durch die Kulturen der Menschheit zur Jahrtausendwende zwischen dem 20. und dem 21. Jahrhundert.

„Auch du bist nur ein Gedanke, ein schweifender Gedanke, ein nutzloser Gedanke, ein heimatloser Gedanke, der einsam die Ewigkeiten durchstreift.“
(aus „Der geheimnisvolle Fremde“ von Mark Twain)

Viel Freude oder Ärger beim Lesen!
Frank, der Sleepwalker
Mail: sleepwalker@weblog-satanas.de

AthinaAthina unter satanischem Einfluss
(Pattaya 2012)